Die Online-Reputation ist der Ruf einer Person oder eines Unternehmens, wie er sich aus öffentlich zugänglichen Inhalten im Internet – insbesondere Bewertungen, Suchergebnissen und Beiträgen – ergibt. Reputationsmanagement bezeichnet die rechtlich zulässigen Maßnahmen, mit denen dieser Ruf gepflegt und gegen rechtswidrige Angriffe verteidigt wird.
Online-Reputation entsteht aus der Summe dessen, was über ein Unternehmen im Netz auffindbar ist. Sie ist rechtlich geschützt, soweit unwahre oder herabsetzende Inhalte das Unternehmenspersönlichkeitsrecht oder das Recht am eingerichteten und ausgeübten Gewerbebetrieb verletzen. Reputationsmanagement bedeutet dabei nicht, unliebsame, aber zulässige Kritik zu unterdrücken, sondern rechtswidrige Äußerungen zu identifizieren und zurückzudrängen.
Ist Reputationsmanagement rechtlich erlaubt?
Zulässig ist es, gegen rechtswidrige Inhalte vorzugehen, eigene Inhalte zu veröffentlichen und die Sichtbarkeit rechtmäßiger Informationen zu fördern. Unzulässig ist es hingegen, echte Nutzerbewertungen durch gekaufte Stimmen zu verdrängen oder wahre, zulässige Kritik zu manipulieren. Die Grenze verläuft dort, wo aus Reputationspflege eine Täuschung des Publikums wird.
Welche Inhalte müssen Unternehmen hinnehmen?
Zulässige Werturteile und wahre Tatsachenbehauptungen sind grundsätzlich von der Meinungsfreiheit gedeckt und müssen auch dann hingenommen werden, wenn sie geschäftlich unangenehm sind. Anders liegt es bei unwahren Tatsachenbehauptungen, Schmähkritik oder Formalbeleidigungen. Ob eine Äußerung Meinung oder Tatsache ist, entscheidet der Unterschied zwischen Meinung und Tatsache im jeweiligen Kontext.
Wie geht man gegen rufschädigende Inhalte vor?
Rechtswidrige Bewertungen und Beiträge lassen sich beim Portal beanstanden; als mittelbare Störerin trifft dieses eine Prüfpflicht. Bleibt der Inhalt online, können Löschung und Unterlassung geltend gemacht und – wenn nötig – gerichtlich, notfalls im Eilverfahren, durchgesetzt werden. Bei besonders belastenden Suchergebnissen kommt zusätzlich das Recht auf Vergessenwerden in Betracht.
Der Klarnamen-Beschluss