Die GoWork-Bewertung ist eine Arbeitgeberbewertung auf dem Portal GoWork, auf dem aktuelle und ehemalige Beschäftigte Unternehmen anonym bewerten und kommentieren. Die Beiträge sind öffentlich sichtbar und werden von Suchmaschinen indexiert.
GoWork-Bewertung ist eine Form der Arbeitgeberbewertung auf einem ursprünglich polnischen, international genutzten Portal. Wie bei anderen Portalen sind Werturteile als Meinungsäußerung geschützt, während unwahre Tatsachenbehauptungen, Beleidigungen und Schmähkritik einen Unterlassungsanspruch begründen können. Das Portal haftet regelmäßig als mittelbare Störerin, sobald es auf eine klare Rechtsverletzung hingewiesen wird.
Warum sind GoWork-Bewertungen für Unternehmen oft belastend?
GoWork-Beiträge ranken häufig prominent in Suchmaschinen, sodass negative Bewertungen schnell hohe Sichtbarkeit erlangen. Da die Bewertungen anonym erfolgen, sind viele Angaben für den Arbeitgeber nicht überprüfbar. Gerade nicht überprüfbare Behauptungen können einen rechtlichen Ansatzpunkt bieten.
Wie erreicht man die Löschung einer unwahren GoWork-Bewertung?
Zunächst sollte der Beitrag dokumentiert und über das Portal beanstandet werden, verbunden mit der Rüge, dass kein Beschäftigungsverhältnis bestand oder einzelne Angaben unwahr sind. Bleibt die Löschung aus, lässt sich der Unterlassungsanspruch geltend machen und, wenn nötig, gerichtlich, notfalls im Eilverfahren, durchsetzen.
Wer haftet für eine rechtswidrige GoWork-Bewertung?
Verantwortlich ist zunächst der Verfasser. Daneben kann das Portal als Verbreiterin in Anspruch genommen werden, wenn es nach einem konkreten Hinweis auf eine Rechtsverletzung seinen Prüfpflichten nicht nachkommt. Die Verfasserermittlung selbst richtet sich nach dem TDDDG und ist eng begrenzt.
Der Klarnamen-Beschluss