Kununu Strafanzeige: Strategisches Vorgehen für Arbeitgeber
Wenn Sie als Arbeitgeber mit negativen Bewertungen auf Kununu konfrontiert sind, kann das erhebliche Auswirkungen auf Ihren Ruf und Ihre Geschäftstätigkeit haben. In einigen Fällen können diese Bewertungen jedoch rechtswidrig sein und Sie könnten eine Kununu Strafanzeige in Betracht ziehen. In diesem Artikel erfahren Sie, wie Sie dabei strategisch vorgehen können.

Begriffserklärung: Was bedeutet eine Kununu Strafanzeige?
Eine Kununu Strafanzeige ist ein rechtlicher Schritt, den ein Arbeitgeber einleiten kann, wenn er glaubt, dass eine negative Bewertung auf der Plattform Kununu rechtswidrig ist. Dies könnte zum Beispiel der Fall sein, wenn die Bewertung unwahre Tatsachenbehauptungen enthält oder die Persönlichkeitsrechte des Arbeitgebers verletzt. In solchen Fällen kann der Arbeitgeber eine Strafanzeige bei der zuständigen Staatsanwaltschaft stellen.
Vertiefendes Fachwissen: Rechtliche Grundlagen
Die rechtlichen Grundlagen für eine Kununu Strafanzeige ergeben sich aus verschiedenen Gesetzen. Insbesondere das Strafgesetzbuch (StGB) enthält mehrere Tatbestände, die in diesem Zusammenhang relevant sein können. Dazu gehören zum Beispiel die Verleumdung (§ 187 StGB), die üble Nachrede (§ 186 StGB) oder die Beleidigung (§ 185 StGB). Außerdem kann auch das Urheberrecht eine Rolle spielen, wenn zum Beispiel Texte oder Bilder ohne Erlaubnis verwendet werden.
Ein wichtiger Meilenstein in der Rechtsprechung zu diesem Thema ist das OLG Hamburg-Klarnamenurteil vom 08.02.2024 (Az. 7 W 11/24). Dieses Urteil hat erhebliche Auswirkungen auf die Praxis für Arbeitgeber und bietet neue Möglichkeiten, gegen rechtswidrige Bewertungen vorzugehen. Mehr Informationen zu diesem Urteil finden Sie hier.
Konkrete Praxisbeispiele: Wie sieht das Vorgehen in der Praxis aus?
In der Praxis gibt es verschiedene Möglichkeiten, wie Sie als Arbeitgeber auf eine negative Kununu-Bewertung reagieren können. Zunächst sollten Sie die Bewertung genau prüfen und feststellen, ob sie tatsächlich rechtswidrig ist. Dabei kann es hilfreich sein, einen Anwalt zu konsultieren.
Wenn Sie zu dem Schluss kommen, dass die Bewertung rechtswidrig ist, können Sie eine Kununu Strafanzeige bei der zuständigen Staatsanwaltschaft stellen. Dabei sollten Sie alle relevanten Informationen und Beweise beifügen. Außerdem sollten Sie darlegen, welche konkreten rechtlichen Tatbestände Ihrer Meinung nach verletzt wurden.
Ein konkretes Praxisbeispiel für eine solche Situation könnte folgendermaßen aussehen: Ein Arbeitgeber entdeckt eine negative Bewertung auf Kununu, in der behauptet wird, dass er seine Mitarbeiter systematisch unterbezahlt. Der Arbeitgeber weiß jedoch, dass diese Behauptung unwahr ist und kann dies auch durch entsprechende Gehaltsabrechnungen belegen. In diesem Fall könnte er eine Kununu Strafanzeige wegen Verleumdung stellen.
Handlungsempfehlungen: Was sollten Sie beachten?
Wenn Sie eine Kununu Strafanzeige in Betracht ziehen, sollten Sie einige wichtige Punkte beachten. Zunächst einmal ist es wichtig, dass Sie die Bewertung genau prüfen und alle relevanten Informationen sammeln. Dabei kann es hilfreich sein, einen Anwalt zu konsultieren.
Außerdem sollten Sie bedenken, dass eine Strafanzeige ein ernsthafter Schritt ist und nicht leichtfertig eingeleitet werden sollte. Es ist daher ratsam, zunächst andere Möglichkeiten zu prüfen, wie zum Beispiel eine Kontaktaufnahme mit dem Bewertungsportal oder dem Verfasser der Bewertung.
Schließlich sollten Sie auch das OLG Hamburg-Klarnamenurteil vom 08.02.2024 (Az. 7 W 11/24) im Blick behalten. Dieses Urteil bietet neue Möglichkeiten, gegen rechtswidrige Bewertungen vorzugehen und kann daher für Ihre Strategie von großer Bedeutung sein. Weitere Informationen zu diesem Urteil finden Sie hier.
Fazit: Strategisches Vorgehen bei einer Kununu Strafanzeige
Wenn Sie als Arbeitgeber mit negativen Bewertungen auf Kununu konfrontiert sind, kann eine Kununu Strafanzeige ein geeignetes Mittel sein, um dagegen vorzugehen. Dabei sollten Sie jedoch sorgfältig vorgehen und alle relevanten Informationen prüfen. Außerdem sollten Sie das OLG Hamburg-Klarnamenurteil vom 08.02.2024 (Az. 7 W 11/24) im Blick behalten, das neue Möglichkeiten für Arbeitgeber bietet.
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