Gegen Kununu Bewertungen Vorgehen: Die Macht der Community nutzen

Gegen Kununu Bewertungen vorgehen: Die Macht der Community nutzen

Die Plattform Kununu bietet Arbeitnehmern die Möglichkeit, ihre Arbeitgeber zu bewerten. Diese Bewertungen können jedoch für Unternehmen problematisch sein, besonders wenn sie ungerecht oder falsch sind. In diesem Artikel erfahren Sie, wie Sie gegen Kununu Bewertungen vorgehen können und wie Sie die Macht der Community nutzen können, um Ihr Unternehmensimage zu schützen und zu verbessern.

gegen kununu bewertungen vorgehen

Begriffserklärungen

Kununu ist eine Online-Plattform, auf der Arbeitnehmer ihre aktuellen oder ehemaligen Arbeitgeber bewerten können. Die Bewertungen umfassen verschiedene Aspekte des Arbeitslebens, wie zum Beispiel das Arbeitsklima, die Bezahlung oder die Work-Life-Balance. Gleichzeitig haben Arbeitgeber die Möglichkeit, auf diese Bewertungen zu reagieren und ihre Sichtweise darzustellen.

Das Problem dabei ist jedoch, dass nicht alle Bewertungen fair oder korrekt sind. Manchmal geben unzufriedene Mitarbeiter ungerechte oder falsche Bewertungen ab, die das Image des Unternehmens schädigen können. In solchen Fällen möchten viele Arbeitgeber gegen Kununu Bewertungen vorgehen.

Vertiefendes Fachwissen

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, wie Sie gegen Kununu Bewertungen vorgehen können. Eine davon ist das sogenannte “Recht auf Gegendarstellung”. Dieses Recht ermöglicht es Ihnen, auf eine negative Bewertung zu reagieren und Ihre Sicht der Dinge darzustellen. Dabei ist es wichtig, sachlich und professionell zu bleiben und nicht emotional oder beleidigend zu reagieren.

Eine weitere Möglichkeit besteht darin, die Löschung einer Bewertung zu beantragen. Dies ist jedoch nur in bestimmten Fällen möglich, zum Beispiel wenn die Bewertung falsche Tatsachenbehauptungen enthält oder das Persönlichkeitsrecht des Arbeitgebers verletzt. In solchen Fällen kann ein Antrag auf Löschung bei Kununu gestellt werden.

Ein wichtiger Meilenstein in diesem Zusammenhang ist das OLG Hamburg-Klarnamenurteil vom 08.02.2024 (Az. 7 W 11/24). Dieses Urteil hat klargestellt, dass Kununu unter bestimmten Umständen verpflichtet ist, den Klarnamen des Bewerters preiszugeben. Dies kann für Arbeitgeber besonders hilfreich sein, wenn sie gegen ungerechte oder falsche Bewertungen vorgehen wollen. Mehr Informationen zum OLG Hamburg-Klarnamenurteil finden Sie hier.

Konkrete Praxisbeispiele

Ein gutes Beispiel für den erfolgreichen Einsatz der Community ist das Unternehmen XYZ. Nachdem dieses Unternehmen mehrere ungerechte und falsche Bewertungen auf Kununu erhalten hatte, entschied es sich dazu, aktiv gegen diese vorzugehen. Es nutzte das Recht auf Gegendarstellung, um seine Sicht der Dinge darzustellen und beantragte gleichzeitig die Löschung der falschen Bewertungen. Außerdem mobilisierte es seine Mitarbeiter, um positive Bewertungen abzugeben und so das Unternehmensimage zu verbessern.

Ein weiteres Beispiel ist das Unternehmen ABC. Dieses Unternehmen hatte ebenfalls mit ungerechten Bewertungen auf Kununu zu kämpfen. Es entschied sich jedoch dazu, die Macht der Community zu nutzen und startete eine interne Kampagne, um seine Mitarbeiter dazu zu ermutigen, positive Bewertungen abzugeben. Auf diese Weise konnte es das Unternehmensimage verbessern und die negativen Bewertungen ausgleichen.

Handlungsempfehlungen

Wenn Sie gegen Kununu Bewertungen vorgehen möchten, gibt es verschiedene Schritte, die Sie unternehmen können. Zunächst einmal sollten Sie immer auf negative Bewertungen reagieren und Ihre Sicht der Dinge darstellen. Bleiben Sie dabei immer sachlich und professionell.

Wenn eine Bewertung falsche Tatsachenbehauptungen enthält oder Ihr Persönlichkeitsrecht verletzt, können Sie die Löschung der Bewertung beantragen. In solchen Fällen kann es hilfreich sein, einen Anwalt hinzuzuziehen.

Schließlich sollten Sie auch die Macht der Community nutzen. Ermutigen Sie Ihre Mitarbeiter dazu, positive Bewertungen abzugeben und Ihr Unternehmen in einem guten Licht darzustellen. Auf diese Weise können Sie das Unternehmensimage verbessern und negative Bewertungen ausgleichen.

Prägnantes Fazit mit Mehrwert

Das Vorgehen gegen Kununu Bewertungen kann eine Herausforderung sein, aber es ist nicht unmöglich. Mit den richtigen Strategien und der Unterstützung der Community können Sie Ihr Unternehmensimage schützen und verbessern. Dabei sollten Sie immer sachlich und professionell bleiben und die Rechte und Pflichten, die Ihnen durch das OLG Hamburg-Klarnamenurteil zustehen, nutzen.

Wenn Sie Unterstützung bei solchen Themen benötigen, kontaktieren Sie uns gerne. Wir helfen ausschließlich Arbeitgebern und das aus Überzeugung und Leidenschaft.

Jan Meyer

Rechtsanwalt

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Jan Meyer

Jan Meyer ist Rechtsanwalt und Geschäftsführer der auf Reputationsrecht spezialisierten Kanzlei SterneAdvo. Er hat die wegweisende Entscheidung des OLG Hamburg vom 08.02.2024 (Az. 7 W 11/24) gegen kununu gerichtlich erstritten, mit der Bewertungsplattformen verpflichtet wurden, bei Zweifeln an der Echtheit negativer Bewertungen entweder die Identität des Verfassers offenzulegen oder die Bewertung zu löschen. Jan Meyer berät Unternehmer bundesweit bei der konsequenten Abwehr von anonymem Rufmord und dem strategischen Schutz ihrer Reputation.

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Jan Meyer ist Rechtsanwalt und Geschäftsführer der auf Reputationsrecht spezialisierten Kanzlei SterneAdvo. Er hat die wegweisende Entscheidung des OLG Hamburg vom 08.02.2024 (Az. 7 W 11/24) gegen kununu gerichtlich erstritten, mit der Bewertungsplattformen verpflichtet wurden, bei Zweifeln an der Echtheit negativer Bewertungen entweder die Identität des Verfassers offenzulegen oder die Bewertung zu löschen. Jan Meyer berät Unternehmer bundesweit bei der konsequenten Abwehr von anonymem Rufmord und dem strategischen Schutz ihrer Reputation.