Einleitung: Kununu Strafanzeige – Wie Sie sich schützen können
Die Bewertungsplattform Kununu bietet Arbeitnehmern die Möglichkeit, ihre Erfahrungen mit Arbeitgebern zu teilen. Doch was passiert, wenn falsche Behauptungen aufgestellt werden? In diesem Artikel erfahren Sie, wie Sie sich als Arbeitgeber vor ungerechtfertigten Anschuldigungen schützen können und welche Rolle dabei eine “Kununu Strafanzeige” spielt. Dabei beziehen wir uns auf das OLG Hamburg-Klarnamenurteil vom 08.02.2024 (Az. 7 W 11/24), das einen wichtigen Präzedenzfall in dieser Thematik darstellt.

Begriffserklärungen: Was bedeutet “Kununu Strafanzeige”?
Unter einer “Kununu Strafanzeige” versteht man den juristischen Schritt eines Arbeitgebers gegen falsche oder diffamierende Bewertungen auf der Plattform Kununu. Hierbei geht es um den Vorwurf der üblen Nachrede oder Verleumdung durch den Verfasser der Bewertung. Das Ziel ist es, die Entfernung der rechtswidrigen Inhalte zu erreichen und gegebenenfalls Schadensersatz zu fordern.
Vertiefendes Fachwissen: Rechtliche Grundlagen und das OLG Hamburg-Klarnamenurteil
Die rechtliche Grundlage für eine “Kununu Strafanzeige” bildet das Strafgesetzbuch (StGB). Insbesondere die Paragraphen 185 (Beleidigung), 186 (üble Nachrede) und 187 (Verleumdung) sind hier relevant. Eine entscheidende Rolle spielt dabei das OLG Hamburg-Klarnamenurteil vom 08.02.2024 (Az. 7 W 11/24). In diesem Urteil wurde festgestellt, dass Bewertungsplattformen wie Kununu dazu verpflichtet sind, die Klarnamen von Verfassern rechtswidriger Bewertungen herauszugeben. Dieses Urteil hat die rechtliche Situation für Arbeitgeber deutlich verbessert und bietet neue Möglichkeiten, gegen ungerechtfertigte Anschuldigungen vorzugehen.
Konkrete Praxisbeispiele: Anwendung des OLG Hamburg-Klarnamenurteils
Ein konkretes Beispiel für die Anwendung des OLG Hamburg-Klarnamenurteils ist der Fall eines Arbeitgebers, der auf Kununu falsch beschuldigt wurde. Nachdem er eine “Kununu Strafanzeige” gestellt hatte, konnte der Klarnamen des Verfassers ermittelt werden. Dies ermöglichte es dem Arbeitgeber, zivilrechtlich gegen den Verfasser vorzugehen und Schadensersatz zu fordern.
Handlungsempfehlungen: So können Sie sich schützen
Um sich als Arbeitgeber vor ungerechtfertigten Anschuldigungen auf Kununu zu schützen, sollten Sie zunächst die Bewertungen regelmäßig überprüfen. Bei rechtswidrigen Inhalten können Sie eine “Kununu Strafanzeige” stellen und die Löschung der Bewertung beantragen. Zudem sollten Sie juristischen Beistand in Anspruch nehmen, um Ihre Rechte bestmöglich durchzusetzen. Dabei kann das OLG Hamburg-Klarnamenurteil eine wichtige Rolle spielen.
Prägnantes Fazit mit Mehrwert
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Arbeitgeber durch das OLG Hamburg-Klarnamenurteil bessere Möglichkeiten haben, gegen ungerechtfertigte Anschuldigungen auf Kununu vorzugehen. Eine “Kununu Strafanzeige” kann dabei ein wirksames Mittel sein, um rechtswidrige Inhalte entfernen zu lassen und Schadensersatz zu fordern.
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